Mode / Mode Fotografie

Von D.Gerlich



Die produktive Auseinandersetzung mit Mode und Modefotografie, ihrer Darstellung bzw. ihrer Darstellbarkeit beinhaltet immer eine Wahl; damit einher geht eine Bildung differenzierender ästhetischer Urteilskraft. Für deren Hervorbringung gibt es keine Rezepte - es bedarf dafür Entschiedenheit. Die ästhetische Wahl drückt sich so aus, dass die Fotografie etwas Eigenes exemplarifiziert im Kleid der Mode. Dabei geht es nicht um Vollkommenheit, sondern um den Ausdruck des individuell Schönen - das, was sich sehen lassen kann. All das spielt mit der Frage, ob ein So-aussehen ein So-sein bedeutet; dessen Suggerieren, worauf der Erfolg gelungener Modefotografien beruht.


Die Fotos sind keine reinen Abbilder, sondern im Schwarz-weiß der Bilder, das das Grafische betont, rücken sie in die Nähe der Kunst. Der modellierende Schatten des Grafischen hebt hervor; der Kontrast hell-dunkel evoziert Elemente der Wahrnehmung des Wesens der Sache an sich. Die Bilder sind keine narzisstische Selbstbespielgelung, sondern ein So-sein, das im Werden begriffen ist.



Realisisierung der Fotografien: U. Malende