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Der Unterricht erfolgt in Leistungskursen, Grundkursen Intensivierungskursen und Seminarkursen. Leistungskurse repräsentieren das Lernniveau unter dem Aspekt einer auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereitenden Ausbildung, die exemplarisch vertieft wird. Sie zielen auf die systematische Befassung mit wesentlichen, die Komplexität des Faches verdeutlichenden Inhalten, Theorien und Modellen, auf die vertiefte Beherrschung der fachlichen Arbeitsmittel und -methoden, ihre selbstständige Anwendung, den Transfer und die kritische Reflexion. Leistungskurse dienen der reflektierten Standortbestimmung des Faches und seiner Grenzen im Rahmen einer breit angelegten Allgemeinbildung und in fachübergreifendem Zusammenhang. Grundkurse führen in grundlegende Sachverhalte, Problemstellungen und Strukturen eines Faches ein, machen wesentliche Arbeitsmethoden des Faches bewusst und erfahrbar und lassen Zusammenhänge im Fach und über dessen Grenzen hinaus exemplarisch erkennbar werden. Sie werden im Lernniveau unter dem Aspekt einer grundlegenden, auf wissenschaftliches Arbeiten vorbereitenden Ausbildung angelegt. Intensivierungskurs und Seminarkurs: Diese beiden Kurse sind neu. Sie sollen neben der fachbezogenen Ausbildung in der gymnasialen Oberstufe das „individuelle Handwerkszeug“ bereit stellen, das eine Schülerin/ein Schüler benötigt, um erfolgreich lernen und später studieren bzw. die eigene Berufswahl treffen zu können. Intensivierungskurse sollen in der Einführungsphase an Gesamtschulen dazu dienen, die unterschiedlichen Voraussetzungen der Schülerinnen und Schüler, die möglicherweise von verschiedenen Schulen kommen, auszugleichen. Gleichzeitig dient er der fachlichen, fachübergreifenden oder fächerverbindenden Vertiefung in einem oder mehreren Unterrichtsfächern. Der Intensivierungskurs wird nicht benotet, damit sich Schülerinnen und Schüler ohne Druck gründlich auf die Qualifikationsphase vorbereiten können. Seminarkurse dienen in der Qualifikationsphase neben der fachlichen und fächerübergreifenden Vertiefung insbesondere dem verstärkten Aufbau wissenschaftspropädeutischer Kompetenz, d. h. der Vorbereitung auf ein Studium, oder der Studien- und Berufsorientierung. Im Seminarkurs wird auch eine schriftliche Arbeit angefertigt und präsentiert, und der Seminarkurs wird benotet. Diese Noten können in die Gesamtqualifikation eingebracht werden, d. h., sie zählen bei der Errechnung der Abiturdurchschnittsnote mit. Damit das Angebot für den Seminarkurs in den Schulen gründlich vorbereitet und geplant werden kann, muss erst spätestens nach einer Übergangszeit von zwei Jahren, also ab dem Schuljahr 2014/2015 der Seminarkurs an allen gymnasialen Oberstufen angeboten werden. Belegverpflichtung in der Qualifikationsphase In der Qualifikationsphase wird die Belegung der Einführungsphase grundsätzlich durchgängig fortgeführt. § 10 Wahl der Abiturprüfungsfächer Die Abiturprüfung umfasst drei schriftliche Prüfungen und eine mündliche Prüfung. Dabei ist aus jedem Aufgabenfeld mindestens ein Fach zu wählen. Die schriftlichen Prüfungsfächer sind aus den Fächern auf erhöhtem Anforderungsniveau (LK) auszuwählen, wobei sich darunter zwei der Fächer Deutsch, Mathematik oder die fortgeführte Fremdsprache (EN, FR) befinden müssen. Das mündliche Prüfungsfach wird aus den seit der Einführungsphase belegten Fächern auf grundlegendem Anforderungsniveau ausgewählt. |
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