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Englisches Kino – hautnah in Kreuzberg!    (von Susanne Harf, Jessica Noack, Andre Henne)

BERLIN/ORANIENBURG. Der Englisch-Kurs Klasse 13 besuchte am 6. Dezember 2011 das älteste Kino Deutschlands (Moviemento), welches sich in Berlin Kreuzberg befindet. 25 Schüler in Begleitung zweier Fachlehrer sahen sich den Film "In America" in englischer Sprache an, in welchen wir durch eine kurze Moderation durch eine Muttersprachlerin eingeführt wurden.
Der Film wurde 2002 veröffentlicht und erzählt die Geschichte des Regisseurs und Drehbuchautors Jim Sheridan. Johnny, das filmische Pendant zu dem reellen Jim Sheridan, emigriert zusammen mit seiner Frau Sarah und den beiden Töchtern Christy und Ariel illegal in die U.S.A. Die irische Familie versucht, dadurch ihre Probleme hinter sich zu lassen und ein neues Leben zu beginnen.
Dies versucht die Familie so vehement, da ihr Sohn Franky aufgrund eines Gehirntumors im Alter von fünf Jahren gestorben ist. Sie landet in einem heruntergekommenen Viertel in New York City, in dem sie zusammen mit Drogenabhängigen in einem Häuserblock lebt.
An Halloween treffen die für diesen Tag verkleideten Töchter den Nachbarn Mateo, welcher aufgrund seiner tödlichen Erkrankung verbittert, aggressiv und isoliert wirkt. Dieses Vorurteil legt sich aber, als er die Mädchen in seine Wohnung lässt und diese kennenlernt. Mateo wird zu einem guten Freund der Familie, der ihr Halt und Zuversicht gibt. Er bringt Johnny bei, sein Leben und das damit verbundene Glück, eine Familie zu haben, zu schätzen.
Zum Ende des Films stellte die Moderatorin einige sehr interessante Fragen, welche uns zu einer philosophischen Diskussion anregten. Die auf Englisch geführte Diskussion wurde mit der Frage, wo und wann wir uns heimisch fühlen, eingeleitet. Es gab keine größeren Probleme mit dem irischen Akzent der Moderatorin und den Darstellern im Film. Es war eine sehr aufregende Erfahrung mit einer Muttersprachlerin über solch einen Film zu philosophieren und neue Ansichten der verschiedenen Lebenspräferenzen zu gewinnen.
Die Feedbacks der Schüler wurden durchgehend als äußerst positiv wahrgenommen. "Ein Unterricht in dieser Form ist sehr erfrischend, abwechslungsreich und man hat das Gefühl, man lernt etwas fürs Leben. Im „alltäglichen“ Unterricht vor Ort in der Schule fehlt oft die Zeit und der Raum für philosophische Gespräche. Dass wir das hier im Kino auch noch im Gespräch mit einer Muttersprachlerin für uns realisieren konnten, hat uns wieder einmal gezeigt, wie wichtig die Kenntnis der englischen Sprache in unserer modernen Welt für jeden Einzelnen ist.
Der Film "In America" hat es geschafft, einige Stereotypen oder Clichés zu durchbrechen und auch eine andere Seite des"American Dream" aufzuzeigen. Das war eine wertvolle Erfahrung, die wir auch anderen Schülern empfehlen würden.

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