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Mit Glück die Hölle überlebt

Am 60. Jahrestag der KZ-Befreiung, schenkten wir unsere Aufmerksamkeit einem Mann, der ganz knapp dem Tod entkam und dessen Schicksal uns tief bewegte. Der 87jährige Adolf Burger, ein jüdischer Buchdrucker aus der Slowakei, erzählte uns seine Leidensgeschichte während der Nazizeit.

 Er stand auf der Rampe in Auschwitz, direkt hinter Josef Mengele und hatte die Koffer der neuen Ankömmlinge zu sortieren. Zuvor jedoch musste er das grausame Ritual von SS-Arzt Mengele miterleben. Zu den Kranken, Alten und Menschen, die nicht arbeiten konnten, sagte dieser jedesmal mit ganz sanfter Stimme: “Bitte nach links.“ Diese Worte prägten sich ein Leben lang im Kopf von Adolf Burger ein, denn wer nach links abbog, auf den warteten die Gaskammern oder die schwersten Arbeiten im KZ.

Burger kam 1944 in das KZ Sachsenhausen. Dort arbeitete er in der Geldfälscherwerkstatt und fälschte britische Banknoten. In dieser Werkstatt, sagte er uns, spielten die SS-Offiziere mit Geldfälschern Tischtennis. Außerdem hatten die Geldfälscher genügend zu essen und waren in Sicherheit, denn die Geldfälscher waren in der Nazizeit gefragte Leute, dennmit dem gefälschten Geld konnten die deutschen Spione im Ausland bezahlen. Kurz vor Ende des Krieges sollte Herr Burger wegen seines Wissens ermordet werden. Doch das österreichische KZ, in das er deportiert wurde, hatte sich schon den Amerikanern ergeben.
Heute ist Adolf Burger Vizepräsident des Internationalen Sachsenhausen Komitees. Wir haben uns gefreut, dass er sich die Zeit nahm, uns seine Geschichte zu erzählen.

 

Ein ehemaliger Häftling des KZ Dachhau schreibt eine Gedenkschrift an den Holzwall des Erschießungsgraben.

Das KZ Sachsenhausen-Komitee

Geschichtsvorträge 13.Klasse

Am 28.2. befassten sich 55 Schüler und Schülerinnen des Geschichtskurses in einer 4-wöchigen Erarbeitungsphase mit insgesamt 12 Projekten zum 60. Jahrestag mit den Themen
„Die Stadt und das KZ“ sowie
„Medizin und Verbrechen“.

    Beide Dauerausstellungen wurden durch uns am 20.1.05 besucht und durch eigene Recherchen für die Präsentation aufbereitet.Wir befassten uns u.a. mit dem Bild der SS in der Öffentlichkeit, sowie der Frage, was die Oranienburer vom KZ zur damaligen Zeit wussten. Welche Berührungspunkte gab es? Wollte man es nicht sehen oder konnte man es nicht?
    Täglich gingen die Häftlinge ihren Weg zur Zwangsarbeit durch die Stadt Oranienburg, man sah und hörte sie doch! Häftlinge kamen am Bahnhof Oranienburg und Sachserhausen an, man sah die Brutalität der SS-Schergen!
    Die Sachsenhausener Kirchenglocke läutete täglich für die Inhaftierten, Pfarrer Kurt Scharf konnte sehen, was im Lager passierte. Es gab Bürger, die halfen und es gab Bürger, die wegsahen.

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