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Wenn einer eine Reise macht, dann kann er was erzählen…
So auch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 10b, die ihre Abschlussklassenfahrt vom 12. bis 16. Oktober in Stralsund verbrachten.

 

Am Montagmittag trafen wir nach dreistündiger Zug- und Busfahrt in Stralsund ein. Unser Quartier lag nur fünf Minuten vom Bahnhof entfernt und nach der Zimmeraufteilung, dem Bettenbeziehen und der allgemeinen Einführung seitens der Hausleiterin zogen wir bei Wind und Wetter zu einer Stadtführung los. Die gute Dame hat sich sichtlich Mühe gegeben, aber für Schüler einer zehnten Klasse nicht das entsprechende Niveau gefunden. Zudem schüttete es zwischendurch immer mal mächtig und im Nu waren wir durchgefroren. Aber wir hatten einen ersten Eindruck von Stralsunds wunderschöner Altstadt. Typischerweise merkten sich die Mädchen, wo man shoppen gehen kann, während die Jungen eher nach einem Döner oder nach MacDonald’s Ausschau hielten.

Nach einer ruhigen Nacht machten wir uns auf den Weg zum Bahnhof und fuhren mit dem Zug nach Sassnitz auf die Insel Rügen. Der Regen vom Vortag hatte sich zum Glück verzogen, Sonne und Wolken wechselten sich ab. Unser Jugendhotel hatte alles für uns organisiert. Nach einem Rundgang durch den Sassnitzer Hafen brachte uns ein Bus zum Jasmunder Nationalpark, wo wir den berühmten Kreidefelsen (Königsstuhl) besichtigten und Frau Scheel und Herrn Bohmann mit ihrer Klasse trafen . Die Welt ist doch ein Dorf.
Der Königsstuhl auf Rügen ist der bekannteste Felsen der Rügener Kreiseküste, Relikte eines tropischen Meeres. Von der Aussichtsplattform hat man einen herrlichen Blick auf die Ostsee.

Früh am nächsten Tag ging es vom Stralsunder Hafen mit dem Schiff zur Insel Hiddensee. Wir saßen warm und gemütlich, aber das abwechslungsreiche Schauspiel von Sonne und Wolken zog uns oft an Deck. Der Wind pfiff uns mächtig kalt um die Nase. Nach einer zweistündigen Fahrt erreichten wir den Ort Vitte. Unser Ziel war der Leuchtturm nahe dem Ort Kloster, von dem das Schiff nachmittags wieder ablegte. Und das bedeutete – laufen! Das ist nicht gerade die Top-Freizeitbeschäftigung von Schülern einer zehnten Klasse! Wir erreichten den Leuchtturm nach einem ordentlichen Marsch und ich fand tatsächlich zehn Freiwillige, die mit nach oben kamen. Strahlend blauer Himmel, ein eisiger Wind mit gefühlten -20 Grad, aber einem einzigartigen Ausblick war der Lohn für diese Mühe. Die anderen hatten es sich unten auf einer Wiese bequem gemacht und fanden es nun doch ganz schön, dass wir diesen Ausflug gemacht haben. Und unsere Rückfahrt? Frische Luft macht müde und auf dem Schiff kehrte schnell Ruhe ein, alles schlief, einschließlich der müden Lehrkörper.

Am vierten Tag unserer Reise regnete und stürmte es. Das störte uns aber nicht, denn am Vormittag stand das Ozeaneum in Stralsund auf unserem Programm, ein Meeresmuseum, dessen Besuch sich lohnt. Unsere Schülerinnen und Schüler bekamen einen vorab ausgedruckten Arbeitsbogen, den sie in Partnerarbeit bei der Erkundung lösen sollten. Eine Klassenfahrt ist schließlich auch eine Bildungsreise.

Am Nachmittag für uns der Hotelbus in ein nahe gelegenes Schwimmbad, das HanseDom.
Nun, die Kids hatten ihren Spaß. Abends saßen wir noch nett zusammen, werteten die Klassenfahrt aus, packten die Koffer und sanken irgendwann mitten in der Nacht noch für ein paar Stunden in unsere Kojen. Früh am Freitagmorgen ging es dann heim und gegen Mittag konnten viele Eltern ihre Sprösslinge müde wieder in Empfang nehmen.
Unsere Unterkunft in Stralsund ist sehr empfehlenswert. Sie liegt fünf Minuten vom Bahnhof entfernt, ist neu eingerichtet und sehr sauber und man geht nur über die Straße und betritt die Altstadt.
Wir können auf eine sehr schöne Klassenfahrt zurückblicken, auf der es sehr entspannt zuging, die gespickt war mit vielen neuen Eindrücken und sich positiv auf das Klima in der Klasse ausgewirkt hat.
Text und Fotos
© G. Bessen

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